Norbert Grob
Norbert Grob

Dr. phil., Filmhistoriker, Filmkritiker. Dissertation in Berlin, Habilitation in Marburg, Dozentur an der Philipps-Universität Marburg und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Filmhistorische Bücher als Autor und Herausgeber u.a. über das Melodramatische bei Veit Harlan, Farbe bei Hein Heckroth, Deutsche Straßenfilme der fünfziger Jahre, das Deutsche Kino der sechziger Jahre, Deutsche Kriminalfilme der Nachkriegszeit, Konstituierende Elemente des Spy Thriller, die Ästhetik des CinemaScope, Stars im frühen Hollywood, den Darstellungsstil des Hans Albers, die Musikalität filmischen Erzählens, die Schauspielkunst des Klaus Kinski, Gewalt im Kino, Kim Novak, Erich von Stroheim, William Wyler, Otto Preminger, Wim Wenders, Samuel Fuller, Nicholas Ray, über die "Macht der Filmkritik" (mit Karl Prümm) sowie Texte, Kritiken, Porträts u.a. für "Die Zeit", den "Kölner Stadt-Anzeiger", die "Süddeutsche Zeitung", für "Filme", das "Filmbulletin" und "epd-film". Filme für das Fernsehen des WDR u.a. über Alfred Hitchcock, Samuel Fuller, Elem Klimow, Robert Siodmak, Otto Preminger, Gerd Oswald, Wim Wenders, Rudolf Thome, Hou Hsiaohsien, André Téchiné, über den amerikanischen Film Noir und den künstlichen Menschen im Film.

Die "FAZ" über Norbert Grob:

Wer in den achtziger Jahren anfing, sich für Filme zu interessieren, kam um ihn nicht herum. Norbert Grob hatte die legendäre Filmzeitschrift "Filme" mit herausgegeben, hatte ein Buch über Wenders' frühe Filme verfasst und schrieb in der "Zeit" - und alles in einem Tonfall, der (...) stets eigen genug war, um ihn jederzeit identifizieren zu können: mit einer Zugeneigtheit zu den Filmen und ihren Akteuren und einer klaren Sprache, in der sich Rhythmus und Eigenart des Beschriebenen aufs Schönste abbildeten. (...) Für die Leser ist es ein Pech, dass Grob der Filmkritik abhanden gekommen ist, für ihn selbst ist es jedoch mit dem Glück verbunden, als Professor für Mediendramaturgie in Mainz endlich vertiefen zu können, was sich bis dahin im aktuelleren Arbeiten nur andeuten ließ.

(Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 15 vom 18. Januar 2007, S. 34)