PAULO FERNANDO DIEL
"Ein katholisches Volk, aber eine Herde
ohne Hirte"

Der Anteil deutscher Orden und Kongregationen an der Bewahrung deutscher Kultur und an der Erneuerung der katholischen Kirche in Süd-Brasilien (1824 - 1935/38)

1. Aufl. 2001. 440 S. DIN A5. Broschur
EURO 39,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-046-6
Gardez! Hochschulschriften. Abteilung Kirchengeschichte. Band 5

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Das Buch behandelt in erster Linie die Arbeit deutscher Missionare in den südlichen Bundesstaaten Brasiliens unter den deutschen Kolonisten, die ab 1824 dort sesshaft geworden waren. Für die Missionare spielte der Begriff der deutschen Kultur eine zentrale Rolle. Sie waren sowohl Träger der deutschen Kultur als auch des ultramontanen Katholizismus. Dadurch versuchten sie mit Unterstützung der brasilianischen Bischöfe sowohl eine Erneuerung der Kirche Brasiliens wie auch der brasilianischen Volksreligiosität zu erreichen. Doch das Festhalten der deutschen Missionare an den Vorgaben der eigenen Kultur und denen des ultramontanen Katholizismus erschwerte die Annäherung an die Brasilianer und ebenso die Anerkennung ihrer Kultur. Die Missionare zeigten sich zwar bereit, die Brasilianer zu evangelisieren und ihnen Elemente deutscher Kultur zu vermitteln, aber nicht der luso-brasilianischen Kultur entgegenzugehen. Neben diesem Aspekt liefert die Studie einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und Organisation der weiblichen und männlichen Orden und Kongregationen, die im Verlauf des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Spuren deutscher Siedler in den Süden Brasiliens gefolgt waren.

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