Martin Anders
Präsenz zu denken ...
Die Entgrenzung des Körperbegriffs und Lösungswege von Leibkonzeptionen bei Ernst Mach, Robert Musil und Paul Valéry

1. Aufl. 2002. 204 S. DIN A5. Broschur
EURO 29,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-084-8
Philosophie im Kontext. Interdisziplinäre Studien
Herausgegeben v. Stephan Grätzel. Band 8


"Das Ärgernis ist also keine Erfindung des Verstandes, bei weitem nicht; denn dann hätte der Verstand auch imstande sein müssen, das Paradox zu erfinden; nein, mit dem Paradox wird das Ärgernis; wird es, hier haben wir wieder den Augenblick, um den ja alles kreist."
Sören Kierkegaard, Philosophische Bissen

Wenn man so will, begibt sich dieser Text mitten in Kierkegaards Paradox des Denkens, dessen eigentlicher Kern wohl im Paradox der Zeit zu finden ist. Der Name Kierkegaards erscheint an diesem Ort an keinem Ort; was nicht verwundern soll. - Beleuchtet der Text ja die Mitte des Paradoxon mit Nietzsche; vom Lichte eines möglichen Leiblichen aus.
Das Feld stellt sich - wenn der Begriff leiblicher Präsenz sich ernst nimmt - als Vermengung 'neurophilosophischer' und ästhetischer Rekurse dar, deren Vermischungen sich am Rande einer ekstatischen Leiblichkeit erst verstehen werden kann und, die sich in dieser Leiblichkeit, in ihrem Ausblick um das Werden des Leibes, und nicht um die Nachahmung oder gar Reproduktion seiner Strategien (des Geistes) bemüht.
Auf dem Wege zählt dieser Text Ernst Machs phänomenales Erleben, das sich in seinen Graphien zerstreut, Paul Valérys sich-selbst-schreibenden Leib der Cahiers und Robert Musils akephalen Romankorpus eines Mannes ohne Eigenschaften zu seinen Wegmarken und Gefährten.
In diesem Sinne steht in diesem Text kein Wort für sich allein, denn der Leib schwingt bei alle dem mit, und ...

"Das Schiff GEIST schwebt und schwankt auf dem Ozean KÖRPER."
Paul Valéry, Cahiers/Hefte


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