Vera Apfelthaler
Die Performance des Körpers - Der Körper der Performance

1. Aufl. 2001. 172 S. DIN A5. Broschur
EURO 29,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-073-2
Gardez! Hochschulschriften. Abteilung Theaterwissenschaft. Band 7

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


"Die Performance des Körpers - der Körper der Performance" entstand in der Auseinandersetzung mit den Arbeiten der amerikanischen Performance-Künstlerinnen Holly Hughes, Karen Finley, "Dancenoise", Johanna Went und Diane Torr. Sie etablieren in ihren Arbeiten "gender", "race" und "sexual preference" als politische Kategorien, indem sie sowohl deren Wirkung jenseits eines privaten Bereiches als auch den blinden Fleck, den diese Kategorien in einer kanonisierten Kunstauffassung hinterlassen, konstatieren. Austragungsort dieser Kategorien ist bei allen Künstlerinnen der Körper.
Sich der Performance und dem Körper in der Performance aus theaterwissenschaftlicher Perspektive anzunähern, bedeutet, einige Prämissen der Inszenierungsanalyse zu hinterfragen und neue theoretische Felder zu eröffnen. In Anlehnung an Gendertheorien und theatertheoretische Ansätze über die Begriffe der Theatralität und der Repräsentation wird eine Konzeption des Körpers der Performance entworfen. Diese Verknüpfung erweist sich als fruchtbar, weil die in den Gendertheorien entwickelten Konzepte vom Körper als Basis für ein Modell der Theatertheorie dienen, mit der zeitgenössische künstlerische Praktiken jenseits einer traditionell vorgegebenen mimetischen Struktur untersucht werden können. Aus der Zusammenführung der unterschiedlichen Ansätze ergibt sich der Begriff der Bezeichnungspraxis, der als Konzept für den Körper der Performance und gleichsam für die Performance des Körpers dient.

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