Marcus Beiner
Diskursprinzip und wirtschaftliches Handeln
Ein Integrationsmodell

1. Aufl. 1998. 184 S. DIN A5. Broschur
EURO 29,95 (unverbindliche Preisempfehlung).
ISBN 978-3-928624-65-7
Philosophie im Kontext. Interdisziplinäre Studien
Herausgegeben v. Stephan Grätzel. Band 2


Die Behandlung von Anwendungsproblemen ist eine zentrale Aufgabe für die Diskursethik. Diese ist um ihrer Praxisnähe willen darauf angewiesen, die relevanten Handlungsfelder moderner Gesellschaften aus ihrer Perspektive zu erschließen. Das Feld wirtschaftlichen Handelns hat im Rahmen der Diskussion um verschiedene wirtschaftsethische Entwürfe in den vergangenen Jahren zwar an Aufmerksamkeit gewonnen. Die vorgelegten Entwürfe entbehren aber entweder eines rechtfertigungstheoretisch stabilen Fundaments oder neigen zu unrealistischen Idealisierungen. Vor diesem Hintergrund schließt die vorliegende Studie eine doppelte Lücke: Sie wendet sich mit dem wirtschaftlichen Handeln einem im Rahmen der Anwendungsproblematik bisher nur am Rande betretenen Anwendungsgebiet der Diskursethik zu - und sie bettet zugleich Überlegungen zur Wirtschaftsethik präzise in ein ausgearbeitetes philosophisches Theoriegebäude ein. Nach einer Rekonstruktion und Strukturierung des Anwendungsproblems in der transzendentalpragmatischen Diskursethik werden Konzeptualisierungen wirtschaftlichen Handelns in ökonomischen Theorien sowie die wichtigsten wirtschaftsethischen Entwürfe kritisch dargestellt. Anschließend wird der Ansatz einer Wirtschaftsethik als angewandter Diskursethik in einigen Punkten ausgearbeitet. Dabei wird eine wichtige Theorie-Erweiterung vorgeschlagen, die es erlaubt, im diskursethischen Rahmen der Spezifik wirtschaftlichen Handelns gerecht zu werden.

Zum Autor

Marcus Beiner schrieb auch den Gardez!-Band
"Kommunikationsgemeinschaft und Kontraktualismus"