Christina Brüggemann / Michael Ambach
Binoche / Oldman
Schauspielkunst im Film. Zwei Porträts

1. Aufl. 2002. 160 S. DIN A5. Broschur
EURO 19,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-081-7
Filmstudien. Herausgegeben v. Thomas Koebner. Band 21


Juliette Binoche - ihr Bild hat sich in das Gedächtnis eines internationalen Kinopublikums eingeschrieben. Die tschechische Teresa (The Unbearable Lightness Of Being), die französische Julie (Trois Couleurs: Bleu) oder die kanadische Hana (The English Patient) werden als "Binoche-Frauen" erkannt, deren Gemeinsamkeit die unverkennbare Spielweise der Schauspielerin ist. Mit minimalistischer Genauigkeit von Gestik und Mimik erspielt sie sich die Aufmerksamkeit von Kamera und Publikum, ohne je die Intimität ihrer Rolle der Kamera preiszugeben. Binoche zeigt Figuren mit nachvollziehbaren Gefühlen, spürbaren Gebrechen und allgemein verständlichen Handlungsmustern, deren oft außergewöhnlichen Zustand sie für Augen-Blicke anhält und so ästhetisch erfahrbar macht. Die Französin verbindet einen zunächst psychologisch-realistischen Schauspielstil mit einem ikonenhaften Ausdruck, die ihr Porträt vertraut, plastisch und (un-)nahbar zugleich macht.

Gary Oldman zählt unbestritten zu den beeindruckendsten Schauspielern der Gegenwart. Trotz der offenkundigen Festlegung auf die Darstellung des "bad guy" ist Oldmans Art der Rollengestaltung alles andere als monoton. Stets findet der talentierte Brite Mittel und Wege, seinen Figuren etwas Unverwechselbares zu geben. Doch wodurch zeichnet sich diese außergewöhnliche Rollengestaltung genau aus? Dieser Frage geht der Artikel Gary Oldman - Die Gestaltung des Bösen nach.

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