Andrea Dahme-Zachos
Zum Zusammenhang von Lebensgeschichte mit kollektiver Geschichte und kollektiven Identitäten bei der deutschsprachigen Minderheit und ihren Nachkommen in Brasilien - eine biographieanalytische Arbeit

1. Aufl. 2003. 254 S. DIN A5. Broschur
EURO 24,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-099-2
Soziologie im Gardez! Hrsg. v. Leo Kißler. Band 1

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Obwohl die Zugehörigkeit zu einer nationalen Identität im 19. und mehr noch im 20. Jahrhundert oftmals das vorzeitige Sterben für Menschen im Kriege oder in der ethnischen Verfolgung bedeutete, haben die Sozialwissenschaften nur selten die Bedeutung der nationalen Zugehörigkeit und Identität für die individuelle Lebensgeschichte unter biographieanalytischen Aspekten untersucht. Die Arbeit von Andrea Dahme-Zachos widmet sich der Problematik der nationalen Identität als biographische Last und Chance in Lebenssituationen der Marginalität. Dazu hat sie im Rahmen eines Forschungsaufenthalts im Süden Brasiliens biographisch-narrative Interviews mit Angehörigen der deutschsprachigen Minderheit erhoben und anschließend ausgewertet.
Die Arbeit wurde im Stile eines ethnographischen Forschungsberichts geschrieben. Die Autorin hat im Rahmen dieses Berichtes insbesondere das relativ diffuse, bisher kaum erforschte Feld des Ineinanders von biographischen Prozessen und von Identifizierungen mit nationalen Kollektiven sowie der bikulturell-marginalen Lebensverläufe systematisch vermessen. Dabei ist, nebenbei, auch ein ethnographisches Portrait der deutsch-brasilianischen Sozialwelten und ihrer Entfaltungsgeschichte entstanden.

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