Horst Freels
Andere Verwertungsarten in der Mobiliarzwangsvollstreckung

1. Aufl. 1998. 504 S. DIN A5. Broschur
EURO 39,95 (unverbindliche Preisempfehlung).
ISBN 978-3-928624-90-9
Rechtswissenschaft im Gardez!
Hrsg. v. Eberhard Schilken. Band 6


Die Verwertung gepfändeter Mobilien ist für die Effektivität des gesamten Mobiliarvollstreckungsrechts von besonderer Bedeutung. Die Regelverwertung von Mobiliarpfandsachen folgt seit Jahrzehnten nahezu unveränderten Gesetzmäßigkeiten. Eine Abweichung vom Regelfall und die Heranziehung des Instituts der "anderen Verwertung" im Sinne des § 825 ZPO findet in der Vollstreckungspraxis nur in seltenen Fällen statt. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung, des drastischen Anstiegs des Gebrauchsgüterumsatzes und des damit einhergehenden Werteverfalls gebrauchter Mobilien ist die Mobiliarvollstreckung in eine tiefe Krisis geraten. Dieser Krise zu begegnen, war die Aufgabe der 2. Zwangsvollstreckungsnovelle aus dem Jahre 1997. Dabei ist die durch die Gesetzesreform vorgenommene Änderung des § 825 ZPO nur eine von mehreren Möglichkeiten zur Effektivierung der Fahrnisverwertung. Die Arbeit befasst sich mit den Anwendungs-Möglichkeiten der "anderen Verwertung" nach § 825 ZPO in der bisherigen und der neuen Fassung dieser Regelung und versucht, zu den umfassenderen Streitfragen ebenso Stellung zu nehmen wie zu den bisher kaum behandelten Problemkreisen. Sowohl das im ersten Teil der Bearbeitung behandelte Verfahren der anderweitigen Verwertung als auch die im zweiten Teil beschriebenen Abweichungsformen werden im besonderen Lichte der Neuregelung betrachtet und auf die Eignung zur Verbesserung der Gesamtsituation untersucht. Der dritte Teil der Arbeit widmet sich der "Nutzungsverwertung", einer Verwertungsmodalität, die bisher weder im Rahmen des § 825 ZPO alter Fassung noch im Rahmen der Reform eine Berücksichtigung gefunden hat, die in Einzelfällen jedoch dem Bedürfnis nach effektiver Verwertung von Fahrnishabe gerecht werden und dabei der aktuellen Entwicklung der Gebrauchsgüterwirtschaft Rechnung tragen.

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