Andreas Gemein
Die Legitimation des Erbscheinserben im Rahmen von Vermutungswirkung und öffentlichem Glauben

1. Aufl. 2007. 228 S. DIN A5. Broschur
EURO 33,00 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-188-3
Rechtswissenschaft im Gardez! Hrsg. v. Eberhard Schilken. Band 27


Die Vermutungswirkung und der öffentliche Glaube des Erbscheins sind seit Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches unverändert in den §§ 2365-2367 BGB kodifiziert. Doch auch heute sind die Tatbestände dieser Normen noch mit zahlreichen Auslegungsproblemen verbunden und Gegenstand erheblicher Meinungsverschiedenheiten. Dieser Befund ist vor allem unbefriedigend vor dem Hintergrund, dass der Erbschein erst durch die Verknüpfung mit konkreten Rechtswirkungen eine eigenständige Funktion als Zeugnis über die Erbenstellung erlangen kann. Ohne seine Rechtswirkungen wäre der Erbschein dagegen nicht tauglich, im Rechtsverkehr effektiv als Nachweismittel fungieren zu können. Die inhaltliche Ausgestaltung der §§ 2365-2367 BGB hat daher zentrale Bedeutung für das Institut des Erbscheines insgesamt und die vom Gesetzgeber intendierte Legitimation der ausgewiesenen Person. Umso schwerer wiegen Unklarheiten über die Frage, unter welchen Voraussetzungen die mit dem Erbschein verbundenen Rechtswirkungen überhaupt eingreifen.
In dem Buch werden die jeweiligen Tatbestandsprobleme der §§ 2365-2367 BGB behandelt und dabei der Zusammenhang zwischen den Rechtswirkungen des Erbscheines und der letztlich vom Gesetzgeber bezweckten Legitimation der ausgewiesenen Person hergestellt.

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