Alexander Jung
Die Vererblichkeit des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts

1. Aufl. 2005. 344 S. DIN A5. Broschur
EURO 33,00 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-150-0
Rechtswissenschaft im Gardez!
Hrsg. v. Eberhard Schilken. Band 22


In der Vorweihnachtszeit des Jahres 1999 machte der Bundesgerichtshof den Erben berühmter Verstorbener ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art. In seiner Aufsehen erregenden Marlene Dietrich-Entscheidung stellte er fest, dass die vermögenswerten Bestandteile des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts - im Gegensatz zu den dem Schutz ideeller Interessen dienenden höchstpersönlichen Bestandteile - vererblich seien. Im Rahmen der Untersuchung ist herauszufinden, ob das Allgemeine Persönlichkeitsrecht tatsächlich ein zweispuriges Rechtsinstitut ist, dessen vermögensrechtliche und ideelle Seite einem unterschiedlichen postmortalen Schicksal unterliegen. Unter Berücksichtigung der Rechtsdogmatik sind die Vor- und Nachteile eines etwaigen Übergangs von Todes wegen gegeneinander abzuwägen sowie alternative Konzepte zu erörtern. Als Ziel steht, den postmortalen Persönlichkeitsschutz so auszugestalten, dass der Verstorbene wirksam vor Verletzungen seiner nachwirkenden Belange geschützt wird, dass zugleich aber auch ein rechtlicher Rahmen für die wirtschaftliche Nutzung der Persönlichkeitsmerkmale Verstorbener geschaffen wird. Wichtige Etappen auf dem Weg zum Ziel sind die Bestimmung der (anspruchs-)berechtigten Personen, die Festlegung einer Schutzfrist und die Schaffung eines gestuften Sanktionssystems auf der Rechtsfolgenseite.

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