Bruno Laberthier
Alle Böcke beißen ...
Ein (Un)Sittenroman und Fußballkrimi aus Köln

2., bearbeitete Auflage 2013.
Die erste Auflage ist im Rheinlese Verlag, Ingelheim erschienen.
304 Seiten. 19,0 x 12,5 cm. Broschur.
EURO 11,90
ISBN 978-3-89796-246-0


Vor zwanzig Jahren bezahlte man noch mit der D-Mark, konnte ohne Studiengebühren zum Langzeitstudenten werden und sich mit RTL Explosiv oder ran einen netten Abend machen. In Köln stand das Historische Stadtarchiv noch, ebenso das alte Müngersdorfer Stadion. Sportlich war der 1. FC Köln seit Gründung der Bundesliga ununterbrochen erstklassig und kämpfte, wenn er eine gute Saison erwischte, gegen die rheinischen Rivalen aus Leverkusen und Mönchengladbach um den Einzug in den europäischen Fußball.

Das und einiges mehr fängt Bruno Laberthier in seinem Kölnroman und Fußballkrimi ein. Alle Böcke beißen ... erzählt die bizarre Geschichte eines Attentats auf das Leben der Frau eines FC-Stürmers. Die offiziellen Ermittlungen kommen schnell zum Ende und klar wird bereits am Tag nach dem Anschlag, wer die Attentäterin war. Die verbleibenden Zweifel an dieser Version des Tathergangs verleiten normale FC-Fans dazu, auf eigene Faust zu ermitteln: Klaus ist ewiger Student an der Kölner Uni; sein Kumpel Rolf sitzt im Rollstuhl und gibt gerne den Querulanten vom Dienst. Ihre Recherchen stellen sie notgedrungen ‚von unten’ an und bevorzugen bei ihren undercover-Ermittlungen nicht immer die feine Art: Sie nehmen schon mal einen FC-Profi in den Schwitzkasten, brechen nachts ins Geißbockheim ein oder schummeln sich am Telefon durch bis in die Redaktionsstuben privater Fernsehsender. Schließlich kommt es zum Showdown, den man als Leser gebannt, aber längst desillusioniert verfolgt: wie schon vor zwei Jahrzehnten nicht anders zu erwarten, schlägt Bayer Leverkusen im entscheidenden Spiel den 1. FC Köln.

Mehr Infos zum Buch:
Ort: das Geißbockheim am Stadtrand von Köln. Zeit: der Morgen nach einem Heimspiel des 1.FC Köln irgendwann Mitte der 1990er Jahre. Wie jeden Tag tummeln sich "Kiebitze" am Rasenplatz, warten auf das Training der Fußballprofis, müssen auch mal kurz ins Gebüsch - und finden dort die junge Ehefrau eines Profispielers, bewusstlos und schwer verletzt, offenbar vorsätzlich niedergeschlagen. Begleitet von der Sensationslust der Boulevardpresse und einer erleichterten Clubführung gelangen die offiziellen Ermittlungen rasch und erfolgreich zum Abschluss, während die Spielerfrau wochenlang im Koma liegt.

Ort: eine Dachgeschosswohnung in der Sülzburgstraße in Köln. Zeit: einen Tag später. Klaus Vogel, notorischer Bummelstudent, seit Monaten mit der Miete im Rückstand, Dauerkarteninhaber "Stehplatz Mitte", ist einer der wenigen, dem die Unregelmäßigkeiten bei der Aufklärung des Falles sofort auffallen. Seine Nachforschungen entlarven jenes Geflecht aus Abhängigkeiten und gegenseitiger Profitmaximierung, das in Köln "Klüngel" heißt. Hieb- und stichfest werden die sinistren Machenschaften lokaler big players aufgedeckt, die die Aufklärungsarbeit der Profi-Ermittler als von langer Hand inszenierte Farce dastehen lassen.

Zum Autor

Bruno Laberthier ist auch Autor der Gardez!-Krimis
"Abi-Gag"
"Alle Heiner freu'n sich ..." und
"Alle Löwen feiern ..."

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