Lars Mortsiefer
Datenschutz im Anti-Doping-Kampf
Grundlagen und Spannungsfelder

1. Aufl. 2010. 304 S. DIN A5. Broschur
EURO 39,90
ISBN 978-3-89796-222-4
Rechtswissenschaft im Gardez!
Hrsg. v. Eberhard Schilken und Caroline Meller-Hannich. Band 32


Aktuelle Dopingfälle zeigen, dass das Thema Doping und Dopingbekämpfung im Sport nach wie vor kontrovers diskutiert wird. Mit der Etablierung der NADA im Jahr 2002 wurde eine Anti-Doping-Organisation gegründet, die als nationales Kompetenzzentrum zur Dopingbekämpfung im Sport innovative Anti-Doping-Programme und Nachweismethoden in Deutschland systematisch fortentwickelt hat. Allerdings führt die zunehmende Kontroll- und Überprüfungstätigkeit der Dopingjäger zwangsläufig dazu, dass grundrechtlich geschützte Rechte der Athleten tangiert werden.

Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit der aktuelle Anti-Doping-Kampf in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Athleten in der Ausgestaltung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und des Datenschutzes eingreift. Im Rahmen des Dopingkontrollsystems werden personenbezogene Daten der Athleten erhoben, verarbeitet oder genutzt. Dopingkontrollen werden in Wettkämpfen, im Training oder in der Freizeit der Athleten durchgeführt. Die Organisation und Planung der Kontrollen macht es erforderlich, dass sich die Athleten bestimmten Meldepflichten unterwerfen und den Anti-Doping-Organisationen regelmäßig Informationen über ihren Aufenthaltsort und ihre Erreichbarkeit übermitteln. Die Arbeit liefert einen aktuellen Überblick über die rechtlichen Schnittstellen und Spannungsfelder zwischen der Dopingbekämpfung und dem Datenschutz. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage, ob und inwieweit die beiden unterschiedlichen Materien Anti-Doping-Recht und Datenschutzrecht rechtlich zu vereinen sind.

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