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Marion Müller
Vexierbilder
Die Filmwelten des Lars von Trier

2., bearb u. erweit. Aufl. 2002. 332 S. DIN A5. Broschur
EURO 29,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-070-1
Filmstudien. Herausgegeben v. Thomas Koebner. Band 13


Die Filme des umstrittenen dänischen Regisseurs Lars von Trier (*1956) erfreuen sich spätestens seit der Kultserie "Geister" (1994) und dem Liebesdrama "Breaking the Waves" (1996) großer Popularität. Das Buch möchte die bisherige einseitige Einordnung der Filme in einen skeptischen Postmodernismus, der sich in Triers Faszination für Verfall und Apokalypse äußert, um eine Lesart erweitern, nach der sich bei ihm neben dem oft ironischen Besingen des Untergangs auch ein ernsthaftes, hoffnungsgeladenes Streben nach Harmonie behauptet. Die vermeintliche Eindeutigkeit der Filme entpuppt sich schnell als geschickt inszenierte Oberfläche, unter der sich eine verunsichernde Ambivalenz verbirgt. Das alle Ebenen umfassende Oszillieren zwischen gegensätzlichen Polen lässt die Filme zu Vexierbildern werden, die sich der konventionellen Bewertung immer wieder entziehen oder sie zumindest erschweren. Im Hauptteil des Buches werden sämtliche Filme Triers eingehend analysiert. Die Studie wird ergänzt durch eine ausführliche Bibliographie, die neben der deutsch-, englisch- und französischsprachigen v.a. auch die umfangreiche Literatur in dänischer Sprache anführt.

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