A. Mungen: "BilderMusik" - Textband
A. Mungen: "BilderMusik" - Dokumentation

Anno Mungen
"BilderMusik"
Panoramen, Tableaux vivants und Lichtbilder als multimediale Darstellungsformen in Theater- und Musikaufführungen vom 19. bis zum 20. Jahrhundert

2-bändige Ausgabe, Einzelbezug der Bände ist möglich.
1. Aufl. 2006.

Textband: 472 Seiten. Zahlreiche Abbildungen. DIN A5. Broschur.
(Filmstudien. Hrsg. von Thomas Koebner. Bd. 45)
EURO 35,00 (unverbindliche Preisempfehlung) -
ISBN 978-3-89796-165-4

Dokumentation: 300 Seiten. DIN A5. Broschur.
(Filmstudien. Hrsg. von Thomas Koebner. Bd. 46)
EURO 25,00 (unverbindliche Preisempfehlung) -
ISBN 978-3-89796-166-1

Gesamtwerk: EURO 50,00 (unverbindliche Preisempfehlung) -
ISBN 978-3-89796-169-2

Bitte beachten Sie: Der Titel ist vergriffen.


"BilderMusik" geht als musikwissenschaftliche Untersuchung mit interdisziplinärer Perspektive analogen Aufführungen von medialen Großbildern mit Musik auf die Spur. Hierbei liefert die Idee einer "Archäologie" der Filmmusik eine wesentliche Voraussetzung, die kulturhistorischen Hintergründe bildhafter Musikkonzepte von der Klavierschlacht bis hin zum Gesamtkunstwerk in der Zeit von etwa 1800 bis 1905 in den Blick zu nehmen.
Die Abhängigkeit von Musik und Bild in Aufführungen von Tableaux vivants, Dioramen, bewegten Panoramen sowie des frühen Films zeitigte wesentliche Folgen für die Musik. Zum einen konnte das Geräusch als klangliches Ereignis (erstmalig in der Kulturgeschichte) bewusster Beobachtung unterzogen werden; und zum anderen entwickelte man Strategien, die Musik von den Prozessen ihrer sichtbaren Produktion zu lösen. Musik wurde "unsichtbar", und die Großbilder, die ein Massenpublikum anzogen, füllten die so entstandene Leerstelle des Visuellen mit Ansichten landschaftlicher und städtischer Darstellungen. Neben eigens komponierter Musik griff man auf Musik aus dem bestehenden Repertoire oder auf improvisierte Musik zurück.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich so einer neuer "Berufsstand": der Simultanbegleiter von Bildern am Klavier. Aber nicht nur die Filmmusik des 20. Jahrhunderts selbst steht in der Tradition multimedialer Kunst des 19. Jahrhunderts; die theatrale Beethovenrezeption sowie Teile von Wagners und Liszts Oeuvre zeigen, dass das Bildhafte im Zeitalter der ersten audiovisuellen Massenmedien ganz allgemein zur wichtigen Referenz für Sinfonik und Oper wurde. Die Musik löste die im 19. Jahrhundert vielfach heraufbeschworene Vision einer kinetischen Kunst am idealsten ein.

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