Gérard Naziri
Paranoia im amerikanischen Kino
Die 70er Jahre und die Folgen

1. Aufl. 2003. 348 S. Zahlreiche Abbildungen. DIN A5. Broschur
EURO 24,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89769-087-9
Filmstudien. Herausgegeben v. Thomas Koebner. Band 35


Am 22. November 1963 erschütterte die Nachricht von der Ermordung John F. Kennedys die Welt. Bis heute bezweifelt die Mehrheit der Amerikaner die Einzeltäterhypothese.
Die Verschwörung als Triebfeder von Historie bildet einen nicht unwesentlichen Bestandteil des politischen Denkens in der amerikanischen Gesellschaft. Auf dem Nährboden von Ereignissen wie dem Präsidentenattentat, dem Vietnam-Trauma und der Watergate-Affäre erlebten die paranoiden Ängste vor der Übernahme von Regierungsgeschäften durch eine im Dunkeln operierende Geheimgesellschaft eine Blütezeit. Selbstverständlich konnte sich auch Hollywood der Faszination am Geheimnisvollen und Rätselhaften mit seiner Atmosphäre von Vertuschung, politischer Sabotage und Bespitzelung nicht entziehen und brachte das Klima der Paranoia auf die Leinwand.
Paranoia im amerikanischen Kino konzentriert sich auf die Filmproduktion der 70er Jahre, in der eine junge Generation von Filmemachern, Vertretern des New Hollywood wie Alan J. Pakula, Francis Ford Coppola und Sydney Pollack, ihr Misstrauen gegenüber staatlicher und geheimpolizeilicher Gewalt formulierte. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Inszenierungskonzepten, den erzählerischen wie auch bildgestalterischen Strategien zur Erzeugung von Verunsicherung. Eine umfassende Analyse von Oliver Stones "JFK" (1991), ein Derivat der Paranio-Diskussion, schließt sich an.

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