Qin Hu
Das Kino von Ang Lee
Von der chinesischen Philosophie, Kunstauffassung und Kultur zu filmästhetischen Prinzipien

2. Aufl. 2009. 124 S. Zahlreiche Abbildungen.
DIN A5. Broschur
EURO 19,95 (unverbindliche Preisempfehlung).
ISBN 978-3-89796-209-5
Filmstudien. Herausgegeben v. Norbert Grob und Thomas Koebner. Band 59


Ang Lee, ein nach außen oftmals schüchtern wirkender Mann, schreibt auf seine Art Filmgeschichte, die die internationale Filmwelt inspiriert. Als mit Sicherheit einer der spannendsten und erfolgreichsten Regisseure unserer Zeit schafft er mit seinen Werken den Spagat zwischen Kassenerfolg und hoher künstlerischer Anerkennung.
1954 wurde Ang Lee in Taiwan in einer streng konfuzianischen Familie geboren, kam dort erstmals mit dem westlichen Theater in Kontakt und erlernte später in Amerika das Handwerk des Filmemachens. Das Faszinierendste an Ang Lee sind seine Bemühung und Fähigkeit, zwei Philosophien, zwei Kulturen und Kunsttraditionen - das altertümliche Chinesische einerseits und das extravagantere Westliche andererseits - ganz im Sinne des Tai Chi, miteinander zu harmonisieren.
"Das Kino von Ang Lee" sucht nach den Einflüssen westlicher filmerzählerischer und -ästhetischer Konventionen in seinen Arbeiten. Der Fokus des Buches ist auf die Frage gerichtet, inwiefern Lee das Chinesische in seinem internationalen Kunstschaffen thematisiert, wie er es so modernisiert und abstrahiert, dass es auch in dem grenzenüberschreitenden Kontext strahlt und einem breiten Publikum ein erfrischend neues Kinoverständnis bzw. -erlebnis bietet.

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