Marius Schmatloch
Andrej Tarkowskijs Filme in philosophischer Betrachtung

1. Aufl. 2003. 472 S. Zahlreiche Abbildungen. DIN A5. Broschur
EURO 33,00. ISBN 978-3-89796-050-3
Filmstudien. Herausgegeben v. Thomas Koebner. Band 23

Bitte beachten Sie:
Der Titel ist vergriffen.


"Die künstlerische Einsicht und Entdeckung entsteht (...) jedesmal als ein neues und einzigartiges Bild der Welt, als eine Hieroglyphe der absoluten Wahrheit. Sie präsentiert sich als eine Offenbarung, als ein jäh aufblitzender leidenschaftlicher Wunsch des Künstlers nach intuitivem Erfassen sämtlicher Gesetzmäßigkeiten der Welt (...)."
Andrej Tarkowskij

Für den russischen Regisseur Andrej Tarkowskij bestand der tiefere Sinn der Kunst darin, die Grenzen der materiellen Alltagswelt zu überschreiten; das künstlerische Symbol entschleiert in einem quasi religiösen Moment die metaphysische Wirklichkeit des ganz Anderen. In dem düsteren Labyrinth des eigenen Selbst gefangen, scheint sich indes jede mystische Enthüllung als autistische Phantasmagorie zu enthüllen. Tarkowskijs Filme, wie "Solaris", "Stalker" oder "Opfer", führen den Zuschauer somit in Grenzgebiete der menschlichen Erfahrung, in eine Zone der absoluten Verunsicherung, aus deren symbolistisch-artifizieller Struktur zahlreiche Rezeptionsschwierigkeiten resultieren: In der Sowjetunion entsprachen die subjektivistischen Filme nicht der Doktrin des sozialistischen Realismus, im Westen feierten cinephile Kreise den "russischen Avantgardisten", gleichzeitig reagierte der Großteil des Kinopublikums auf den filmischen Kosmos Tarkowskijs mit Unverständnis - ein undurchdringlicher Schleier des Geheimnisvollen trennt das Werk Tarkowskijs von der Öffentlichkeit.
Das vorliegende Buch versucht diesen Schleier transparent zu machen: Es informiert über die weltanschaulichen Fundamente Tarkowskijs, beleuchtet geistesgeschichtliche Hintergründe und erschließt vor allem den ambivalenten Charakter zentraler Filmsequenzen, die detailliert besprochen werden.

Zum Autor

Pressestimmen