Jan C. Schmidt
Die physikalische Grenze
Eine modelltheoretische Studie zur Chaostheorie und Nichtlinearen Dynamik

1. Aufl. 2000. 172 S. DIN A5. Broschur
EURO 24,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-049-7
Philosophie im Kontext. Interdisziplinäre Studien. Hrsg. v. Stephan Grätzel. Band 7


Die Entstehung und die Dynamik von komplexen Systemen in Natur und Technik konnte das klassisch-mechanistische Weltbild, aber auch die moderne Physik nicht erklären. Zur Struktur- und Musterbildung, zur Selbstorganisation von Materie fehlten der klassisch-modernen Physik kreative Elemente: Instabilitäten, Nichtlinearitäten, Chaos, Zufall. Seit Ende der 60er Jahre beginnt sich das Natur- und Wissenschaftsverständnis der klassisch-modernen Physik zu erweitern. Chaos-, Komplexitäts- und Selbstorganisationstheorien weisen auf eine modifizierte, auf eine nachmoderne Physik hin. In der nachmodernen Physik chaotisch-komplexer Realsysteme spielen Modelle und Begriffe eine besondere Rolle. Die vorliegende Studie zeigt anhand eines Beispiels, welche Bedeutung und Reichweite Begriffen in der nachmodernen Physik zukommen. Stückweise wird der Begriff der "physikalischen Grenze" entwickelt, geschärft und systematisiert. Zur Modellierung von komplexen Realsystemen in Natur, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft erweist sich das Konzept der "physikalischen Grenze" als zweckmäßig und sogar vielfach als notwendig. Unterschiedliche Beispiele und Phänomene von Modellsystemen mit "physikalischen Grenzen" werden im Wechselspiel zwischen Physik und Wissenschaftsphilosophie diskutiert und reflektiert.

Zum Autor