Peter Schulze
Transformation und Trance
Die Filme des Glauber Rocha als Arbeit am postkolonialen Gedächtnis

1. Aufl. 2005. 188 S. DIN A5. Broschur
EURO 19,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-161-6
Filmstudien. Herausgegeben v. Thomas Koebner. Band 36

Der Band ist vergriffen.


Der Brasilianer Glauber Rocha galt in den 1960er Jahren als politischer Autorenfilmer schlechthin sowie als das Gewissen Lateinamerikas und der so genannten Dritten Welt. Im Gegensatz zum 'militanten Kino' jener Zeit zeichnen sich Rochas Filme durch eine ausgeprägte Vielschichtigkeit aus und lassen stets die unverwechselbare künstlerische Handschrift des Regisseurs erkennen.
In der vorliegenden Studie werden erstmals sämtliche Spielfilme Rochas eingehend betrachtet. Zugleich wird zum ersten Mal die Bedeutung Rochas für den postkolonialen Diskurs herausgearbeitet. Dabei dient der Ansatz einer 'Arbeit am postkolonialen Gedächtnis' (der die postkoloniale Theorie mit dem Konzept des kulturellen Gedächtnisses verknüpft) als zentrale Untersuchungsperspektive. Die theoretische Ausgangsbasis wird durch eine Darstellung der brasilianischen Kultur- und Filmgeschichte konkretisiert. Neben dem filmischen Werk werden auch die kulturkritischen Schriften von Glauber Rocha als ein Beitrag zum postkolonialen Diskurs herausgestellt.

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