Karen Schumacher
Prozeßtrennung (§ 145 ZPO) und -verbindung (§ 147 ZPO)

1. Aufl. 1999. 228 S. DIN A5. Broschur
EURO 24,95 (unverbindliche Preisempfehlung).
ISBN 978-3-89796-021-3
Rechtswissenschaft im Gardez!
Hrsg. v. Eberhard Schilken. Band 12

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Prozesstrennung und -verbindung sind Maßnahmen der richterlichen Prozessleitung. Ziel der Prozessleitung ist die möglichst zweckmäßige Gestaltung des Verfahrens. Die Prozessgestaltung gemäß § 145 ZPO soll einerseits dazu dienen, durch Abtrennung bestimmter Verfahrensteile eine übersichtlichere Gestaltung des Prozesses zu ermöglichen. Auf der anderen Seite soll § 145 ZPO die Verschleppung des gesamten Prozesses wegen andauernden Streits nur über einzelne Prozesspunkte verhindern. Das Gegenstück der Prozesstrennung, die Prozessverbindung gemäß § 147 ZPO, soll prozessökonomischen Zwecken wie der Beschleunigung des Verfahrens und der Verringerung des Kosten- und Arbeitsaufwandes dienen und zudem das Auftreten sich widersprechender Entscheidungen verhindern. Der sachgerechte Umgang mit den Instituten der Prozesstrennung und -verbindung stellt an die Umsicht und Gewandtheit des Gerichts große Anforderungen und setzt eine genaue Kenntnis der Institute voraus. Nur wenn sich ein Richter mit den Instituten genau auskennt, kann er mit ihnen zielführend umgehen und sie vorteilhaft einsetzen. Vor allem das dem Gericht im Rahmen der Prozesstrennung und -verbindung zustehende Ermessen erschwert den Umgang mit den Instituten. Ermessensgrenzen und Anhaltspunkte für die Ermessensausübung können den Gerichten zur Orientierung dienen und zu einer vereinfachten Handhabung der Prozesstrennung und -verbindung führen.

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