Diana Wenzel
Kleopatra im Film
Eine Königin Ägyptens als Sinnbild
für orientalische Kultur

1. Aufl. 2005. 464 S. Zahlreiche Abbildungen.
DIN A5. Gebunden
EURO 39,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-121-0
Filmstudien. Hrsg. von Thomas Koebner. Band 33

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Der Band ist vergriffen.


Kleopatra VII., die letzte Pharaonin Ägyptens, ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Altertums. Zeuge wie auch Grund hierfür sind die unzähligen Dramen, Opern, Gemälde und auch Filme, die ihr Leben und Sterben zum Thema haben. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit den überlieferten antiken, griechisch-römischen, aber auch ägyptischen Quellen, die über sie berichten, ebenso wie mit der Rezeption der Königin. Aus der mehr als 100-jährigen Geschichte von Kleopatra-Verfilmungen konnte eine Filmographie mit über 80 Produktionen erstellt und analysiert werden.
Der Schwerpunkt liegt auf den sechs Biopics, von denen vier ("Cléopâtre", F 1910; "Cleopatra", USA 1912; "Marcantonio e Cleopatra", I 1913; "Cleopatra", USA 1917) aus der Stummfilmzeit stammen und besonders durch das Starsystem und die Kleopatra-Rezeption des Fin de siècle beeinflusst sind.
Kleopatra wird darüber hinaus vielfach als Sinnbild für orientalische Kultur konstruiert. Die Handlung und die vorkommenden Personen werden auf ihre Historizität sowie mögliche literarische Vorbilder untersucht. Auch auf Ausstattung und Kostüme wird eingegangen, um den optischen Code, mit dem im Film das ptolemäische Ägypten inszeniert wird, herauszuarbeiten.
Die beiden Tonfilme über die Königin - mit Claudette Colbert (USA 1934) und Elizabeth Taylor (USA/UK 1963) in den Titelrollen - werden gesondert analysiert, wobei im Fall der 1963er-Verfilmung bislang unbeachtetes Material mit einbezogen werden konnte. Unter Berücksichtigung der Rollenkonzepte der wichtigsten Haupt- und Nebenfiguren wird schließlich eine Entwicklung des filmischen Kleopatra-Bildes aufgezeigt.

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